Tape.tv: Verfügbarkeit für weitere Geräte und Bezahlmodell geplant

tape.tv Musikfernsehen
tape.tv versorgt seit 2008 Musikfans mit einem linearen aber beeinflussbaren Musikprogramm.

Das klassische Musikfernsehen feiert seit einigen Jahren im Internet sein großes Revival. Besonders begehrt sind die Plattformen tape.tv und putpat.tv. Die Seite tape.tv plant in den kommenden Jahren eine Erweiterung des eigenen Geschäftsmodell. Diese bringt technische Änderungen sowie ein Bezahlmodell mit sich. Zunächst einmal möchte tape.tv mit Hilfe des HTML 5 Standards den Sprung auf alle möglichen mobilen Endgeräte schaffen. Auch eine Umsetzung für Smart TVsist geplant.

Die bisherige Werbung muss überdacht werden

Erst im Oktober wurde tape.tv mit einer überarbeiten Oberfläche und mit neuen Inhalten vorgestellt. Immer mehr in den Vordergrund rücken dabei nicht nur die Videoclips, sondern auch moderierte Shows. Die Seite möchte ein Vollprogramm im Bereich Musikfernsehen anbieten. Bisher wird dieses Modell vorwiegend durch Werbung finanziert, die als Rahmen um das Musikvideo sowie in Form klassischer Spots erscheint. Tabletnutzer, so sagte Conrad Fritzsch gegenüber der Nachrichtenagentur DPA, seien von klassischen Spots zwischen Musikvideos genervt. Dementsprechend arbeite das Unternehmen an einer neuen Werbeform, die nicht mehr nerven soll. Weiterhin ist ein Bezahlmodell geplant, mit dem Nutzer die Inhalte werbefrei und in HD-Auflösung ansehen können sollen. Außerdem soll es im Bezahlmodus mehr Personalisierungsmöglichkeiten beim Programm geben.

Fernsehen wird durch das Internet wieder an Bedeutung gewinnen

Fritzsch kritisierte in dem Artikel der DPA die Verwahrlosung des Fernsehens zu einem Nebenbeimedium. Seiner Ansicht nach kann das Internet einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Fernsehen wieder zu reparieren. Tape.tv besteht bereits seit 2008. Der Songkatalog umfasst Künstler aller Majorlabels. Immer mehr nimmt die Seite auch Künstler aus dem Indiebereich mit ins Programm. Es sei für das Unternehmen spannend, neue Künstler zu entdecken. Das Programm ist interaktiv beeinflussbar, ermöglicht die gezielte Suche von Titeln sowie die Erstellung eigener Mixtapes. Die Seite zeichnet sich durch einen Mix von redaktioneller Programmgestaltung in Kombination mit der Auswertung von Nutzerdaten aus. Die Seite verbindet dabei eine Nutzung über den Browser und über Apps auf iOS und Android miteinander.

Youtube-App: Jasmine holt alle Videos der Plattform auf iPhone und iPad

Jasmine ist ein alternativer Youtube-Client für iPhone und iPad.
Mit Jasmine können Youtube-Videos bequem über iPhone und iPad gesehen werden. – Foto: AppStore
Mit dem neuen mobilen Betriebssystem iOS 6 hat Apple die offizielle Youtube-App von iPhone und iPad verbannt. Stattdessen sollen Kunden lieber auf die kaufbaren Titel im iTunes Store zurückgreifen wenn es um den Videogenuss auf den mobilen Endgeräten geht. Kurze Zeit vor der Veröffentlichung der neuen Version des Betriebssystems hat Google eine eigene Youtube-App für iOS 6 auf den Markt gebracht. Diese ist allerdings nicht in Deutschland verfügbar und kann auch nur auf dem iPhone genutzt werden. Jasmine als alternativer Youtube-Client für iPhone und iPad bringt die beliebte Videoplattform mit fast allen Möglichkeiten jedoch auch unter iOS 6 auf die Apple Smartphones und Tablets.

Videos suchen, abspielen und favorisieren

Die App kommt in einem schicken Design auf den Markt und bietet fast alle Features der Internetseite an. So können Videos gesucht, abgespielt, favorisiert, in Playlists eingefügt oder auch über soziale Netzwerke geteilt werden. Die Bedienung ist sehr intuitiv und steht der originalen Youtube-App im Punkt Komfort in Nichts nach. Hinzu kommen einige nette Gimmicks, mit denen der Videogenuss auf Smartphone und Tablet noch erheblich optimiert wird. So ist zum Beispiel ein Kinomodus mit an Bord, der bei Bedarf die Bedienoberfläche abdunkelt um das Video in den Mittelpunkt zu stellen. Außerdem lässt sich auf Wunsch auch die Helligkeit des Displays je nach Funktion ausrichten.

Abspielen im Hintergrund ist ebenfalls möglich

Wer mit der App nicht unbedingt ein Video sehen, sondern vielmehr Musik hören möchte, der ist mit der App ebenfalls gut bedient. Die App lässt sich minimieren. Gleichzeitig läuft das Video im Hintergrund weiter, sodass bequem der eigene Lieblingssong oder ein Album als Playlist gehört werden kann. Natürlich können auch Interaktionen wie Kommentare oder Bewertungen der Videos vorgenommen werden. Unterstützt wird auch die AirPlay Funktion, mit der die Videos auch an andere Geräte wie Apple TV gestreamt werden können. Die App ist für iPhone und iPad kostenlos im AppStore erhältlich.

Loewe setzt auf individuelle Fernsehgeräte

Loewe präsentiert mit der Reference ID ein Fernsehgerät, das indivialisiert werden kann.
Loewe erlaubt die Individualisierung von Fernsehgeräten bis hin zum Einzelstück. Gegen Ende des Jahres wird eine Reference ID veröffentlicht, die vom Kunden angepasst werden kann. – Bild: Loewe

Auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung geben sich die großen Fernsehhersteller wieder die Klinke in die Hand und präsentieren die neusten technischen Errungenschaften. Immer mehr wird bei Fernsehgeräten aber nicht nur viel Wert auf die technischen Fähigkeiten, sondern auch auf das Aussehen gelegt. Der deutsche Hersteller Loewe hat jetzt Geräte präsentiert, die in der Grundversion mit einem sehr minimalistischen Design daher kommen, aber dafür bis zum Einzelstück individualisiert werden können. Loewe bleibt dabei seinem Motto hochwertiger Geräte in schickem Design wie diesem hier treu. Interessant wird das Pricing für die neuen Fernseher.

Hochwertige Fernsehgeräte nach den eigenen Wünschen

Das Gerät gibt es in einer Reference ID, die nach den Wünschen des Kunden gestaltet werden kann. Das Grundmodell ist mit einem verchromten Aluminiumrahmen ausgestattet. Außerdem hat das Gerät eine schwarze Lautsprecherbespannung sowie eine schwarze Rückseite. Die Individualisierung kann gemäß verschiedener Designvorschläge oder komplett nach den eigenen Wünschen vorgenommen werden. Auf der Funkausstellung präsentiert Loewe in Zusammenarbeit mit dem Klavierhersteller Fazioli einige Einzelstücke. Daran wird deutlich, wie stark die Fernsehgeräte den eigenen Vorstellungen angepasst werden können. Zu den Individualisierungsmöglichkeiten gehört zum Beispiel die Möglichkeit, eine zusätzliche LED Hintergrundbeleuchtung verbauen zu lassen oder die Farbe der Lautsprecherbespannung zu ändern. Auch der Aluminiumrahmen kann vom Aussehen her verändert werden.

Reference ID von Loewe zeigt eindrucksvollste Fernsehtechnologie

Das Grundmodell präsentiert neben der Individualisierbarkeit auch technisch hochwertige Ausstattung. So ist die Full-HD-LCD-Technologie mit einer LED Hintergrundbeleuchtung in dem Gerät verbaut. Die Bildwiederholrate soll der des 400 Hz Standards entsprechen und so eine hohe Bildschärfe auch bei 3D Inhalten ermöglichen. Damit alle gängigen Standards unterstützt werden, ist ein sogenannte Triple Tuner in dem Gerät verbaut, der alle gängigen Fernsehstandards verarbeitet. Auch ein CI Slot für den Empfang von Pay TV Inhalten ist enthalten. Auch Aufzeichnungen des laufenden Programmes in 2- und 3D sind durch die integrierte 1 Terrabyte Festplatte möglich. Per LAN, WLAN und Powerline können die Aufnahmen dann an weitere Loewe Geräte weitergeleitet werden. Eine Unterstützung für HBB-TV ist ebenfalls enthalten. Damit Cineasten voll auf ihre Kosten kommen sind ein Mehrkanaldekoder sowie ein AV-Vorverstärker verbaut. Immerhin 160 Watt Leistung sollen die Boxen bringen. Die Reference ID soll Ende des Jahres in den Größen 40 und 46 Zoll verfügbar sein. Eine weitere Variante mit 55 Zoll ist ab Frühjahr 2013 verfügbar.

Macht die Reference ID aus ihrer Sicht Sinn? Kann sich Loewe so von der Konkurrenz genug differenzieren? Uns interessiert ihre Meinung!

Apple plant Verbindung zwischen Live- und On Demand Fernsehen

Die aktuelle Version von Apple TV.
Apple will mit einer eigenen Set-Top-Box in den Bereich des Kabelfernsehens einsteigen. – Bild: Apple

Über einen Fernseher von Apple wird schon seit längerer Zeit gesprochen. Bisher gibt es wenig Konkretes zu einem solchen Produkt. Apple feilt aber weiter daran im Fernsehbereich Fuß zu fassen. Derzeit sollen, so berichtet das Wall Street Journal, mit verschiedenen Kabelnetzwerken Verhandlungen laufen, die es Apple ermöglichen, eine Set-Top-Box zu Veröffentlichen, mit der Kabelfernsehen gesehen werden kann. Das Unternehmen plant dabei auch eine Videorecorderfunktion zu integrieren.

Oberfläche soll ähnlich der des iPad sein

Das Interessante an dem Videorecorder ist, dass er in der Cloud aufgenommene Sendungen speichern soll. Per Oberfläche auf dem Fernsehschirm soll eine Sendung zum Aufzeichnen ausgewählt werden. Der Dienst speichert die Sendung dann auf den Servern von Apple und ermöglicht unmittelbar nach Ende des Programms den Abruf über verschiedene Endgeräte. Dabei will Apple die Oberfläche von Apple TV, welches anscheinend in einer veränderten Version als Set-Top-Box erscheinen soll, komplett verändern. Das Gerät soll eine ähnliche Oberfläche wie das iPad bekommen. Zusätzlich soll noch Platz für Social Media Inhalte geschaffen werden. Ein Problem machen im Moment aber noch die Anbieter des Kabelfernsehens in den USA.

Rechtesituation im Bezug auf digitalen Videorecorder noch ungeklärt

Time Warner und Comcast müssen noch mit den Rechteinhabern der Inhalte verhandeln, inwieweit eine Speicherung der iCloud möglich ist. Sollten die Verhanldungen erfolgreich sein, so könnte die Apple Set-Top-Box sogar sehr günstig angeboten werden. Aufgrund einer Subventionierung wäre ein Preis zwischen 10 und 15 Dollarn denkbar. Schon seit längerem plant Apple den Einstieg in den Fernsehbereich. Bisherige Vorstellungen des Unternehmens sind unter Anderem an der Lizensierung gescheitert. Apple wollte, so berichten diverse Kabelnetzwerke, für die Inhalte der Sender zu wenig zahlen. Zudem wollten die Kabelanbieter sich die Lizensierungsbedingungen nicht von dem Computerkonzern diktieren lassen. Mit dem neuen Anlauf könnte Apple durchaus Erfolg haben, denn immerhin gibt es in den USA schon ähnliche Anbieter wie das weiterverbreitete Tivo, die eine Videorecorderfunktion in die eigenen Geräte mit integriert haben.

Das britische House of Lords fordert die alleinige Verbreitung von Fernsehen via Internet

Ein Ausschuss des britischen House of Lords hat der Regierung in Großbritannien einen interessanten Vorschlag gemacht: Demnach sei die Verbreitung von digitalem Fernsehen über Rundfunkfrequenzen eine Verschwendung. Mit dem Wachstum von IPTV wäre es laut dem House of Lords möglich, Frequenzen der digitalen Fernsehübertragung für den Mobilfunk freizumachen. Da immer mehr Nutzer über Smartphones verfügen würden eh viel mehr Nutzer über IPTV mobil Fernsehen schauen in der Zukunft.

LTE Problem in Großbritannien verhindert mobiles IPTV

Das britische House of Lords will IPTV statt digitalem Antennenfernsehen.
Das britische House of Lords denkt darüber nach, das digitale Antennenfernsehen abzuschalten und für den Mobilfunk frei zu machen. Bildquelle: YouView
Derzeit gibt es jedoch noch ein Problem, was Großbritannien hat, um diese Möglichkeit Frequenzen freizuräumen zu nutzen: Der mobile Ausbau von Breitbandnetzen hinkt derzeit noch hinterher. Großbritannien, so merkte der Ausschuss des House of Lords an, stehe an 25. Stelle in der Welt wenn es um die Verfügbarkeit von mobilen Breitbandzugängen gehe. Das besagt der Akamai State of the Internet Report, der vor kurzem veröffentlicht wurde. Zudem lässt LTE im Moment noch auf sich warten, da die Versteigerung der Frequenzen noch andauert. Die ersten Regionen in Großbritannien werden voraussichtlich ab 2013 mit dem Mobilfunk der vierten Generation versorgt. Auch hier könnte die Abschaltung der Fernsehübertragung über Rundfunkwellen helfen.

Freies Netzwerk soll freien Frequenzen eröffnet werden

Der Ausschuss schlägt neben der Abschaltung der Fernehübertragung über die gängigen Frequenzen auch ein frei zugängliches Internet für alle vor. Damit könnte IPTV dann verbreitet und von den Kunden gesehen werden. Erst vor kurzem ist in Großbritannien mit YouView ein IPTV Dienst ans Netz gegangen, der Live TV, Radio sowie On Demand und Internetdienste auf dem eigenen Fernseher zugänglich macht. YouView ist dabei eine Kooperation zwischen Rundfunkanstalten wie der BBC oder ITV und einigen Kommunikationsunternehmen wie der British Telecom oder Talk Talk. Möglicherweise könnte auf Basis dieses Dienstes die Grundlage geschaffen werden, um in Zukunft eine mobile Empfangsmöglichkeit für IPTV anzubieten. Mit zahlreichen TV Livestreams sowie dem Internetangebot iPlayer bietet die BBC derzeit schon einige Möglichkeiten, um IPTV aktiv in Großbritannien zu nutzen. Auch Hbb-TV ist dank einiger guter Angebote bereits sehr populär.