Apple lagert Podcasts in eigene App unter iOS aus

Apple - Podcasts App
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Vor einigen Jahren waren die Podcasts der große Renner im Medienbusiness. Als erstes Unternehmen unterstützte Apple das neue Format indem es der Software iTunes eine Podcastfunktion sowie ein eigenständiges Portal gab, auf dem Podcasts abonniert und konsumiert werden konnten. Der große Hype um das On Demand Medium ist mittlerweile vorbei. Jedoch könnten die Podcasts jetzt in iOS zu neuem Ruhm gelangen, denn Apple hat eine Podcast App veröffentlicht, die Inhalte noch mehr in den Vordergrund stellen will.

Top Podcasts werden seperat dargestellt

Bei der Podcast App präsentiert Apple als Highlights die Top Podcasts in jeder Kategorie. Diese lassen sich nach Audio- und Videoinhalten sortieren. Eine wichtige Funktion, die mit iOS 6 auch in iTunes Match integriert wird, ist das Streaming von Medieninhalten die auch in der Podcast App vorhanden ist. So lassen sich Sendungen nicht nur automatisiert herunterladen sondern können auch ganz einfach direkt über die Mobilfunk- oder WLAN Verbindung gestreamt werden. Auch die Syncronisation über iTunes via PC und Mac ist natürlich kein Problem. Dafür muss allerdings mindestens iTunes 10.6.3 installiert sein. Auch an die soziale Komponente hat Apple gedacht und die Weitergabe an Freunde per Twitter, E-Mail oder Nachrichten integriert.

Apple setzt auf Medien in jeglicher Form

Podcasts waren bei Apple mit die ersten Medienangebote, die über iTunes verfügbar sind. Mit Hilfe der Podcast App versucht das Unternehmen dem Anspruch eine einfache Bedienung anzubieten gerecht zu werden. Auch die Ausgliederung weiterer Angebote aus iTunes ist geplant. Vor kurzem erhielt zum Beispiel iTunes U eine eigene App und auch die Funktion Audiobooks soll ausgegliedert werden. Die Podcast App kann ab iOS 5.1 genutzt werden und bietet laut Apple den Zugriff auf „hundertausende Medienangebote„. Der Download ist kostenlos und kann direkt über den in iTunes integrierten App Store vorgenommen werden.

Bitlove: Podcasts via Peer2Peer Verfahren verteilen

Bitlove Screenshot Podcasts verursachen für den Podcaster oftmals Hostingkosten, die je nach Beliebtheit des Podcasts auch mal etwas höher ausfallen können. Zwar gibt es Podcasthoster mit Trafficflatrate, jedoch lässt sich die Reichweite des Podcasts mit Hilfe des neuen Portals Bitlove auch kostenlos erheblich erweitern. Dabei kommt das BitTorrent Protokoll zum Einsatz, welches schon seit längerer Zeit im Internet zum Anbieten von größeren Downloads genutzt wird.

Anmeldung nicht mehr nur per Mail

Das Prinzip von Bitlove ist einfach: Ein Feed wird an Bitlove übermittelt. Daraus generiert die Seite einen neuen Podcastfeed und wandelt alle Podcastdateien in einen Torrent um. In die Seite integriert ist ein Podcastverzeichnis in dem bereits sämtliche auf Bitlove verfügbaren Podcasts gelistet sind. Die jeweiligen Podcasts werden mit der Anzahl der Seeders, Leechers und Downloads angezeigt. Auch ein Flattr Button ist auf der Seite integrierbar, mit dem einem Podcaster etwas Geld übermittelt werden kann. Das Prinzip von Bitlove funktioniert sowohl mit Audio- als auch Videopodcasts. Eine Anmeldung ist derzeit allerdings nur per E-Mail möglich. Im weiteren Verlauf ist jedoch auch geplant, dass sich Nutzer selbstständig auf der Seite anmelden Die Anmeldung steht jetzt offen (s. Kommentar von Astro) und ein umfangreiches Webinterface mit Statistiken nutzen können.

Peer2Peer kein vollwertiger Ersatz zum Podcasthoster

Der Download der Dateien von Bitlove funktioniert mit jedem gängigen Torrentclient. Ein Nachteil, der sich aus der Nutzung von Peer2Peer Diensten ergibt ist die fehlende Unterstützung von Podcastclients und -portalen. Der einzige unterstützte Client ist zur Zeit Prittorrent, welcher das Abonnieren von BitTorrent Feeds ermöglicht. Damit richtet sich Bitlove vor allem an versierte Computernutzer. Vor allem für Videopodcasts dürfte der Dienst allerdings im Bezug auf die Traffickosten lohnend sein. Eine Alternative zum P2P-Hosting ist der Dienst podcaster.de (www.podcaster.de), der gegen eine Gebühr Speicherplatz mit einer Trafficflatrate anbietet. Bitlove dürfte sich vor allem dann durchsetzen, wenn es einfach bedienbare Software nicht nur für den PC, sondern auch mobile Endgeräte gibt.