Microsoft plant mit XBox TV eine eigene Set-Top Box

XBox-Oberfläche
Quelle: Basic Thinking
Microsoft hat erst vor kurzem mit Windows 8 und Windows Phone 8 zwei neue Betriebssysteme herausgebracht, die im PC-, Tablet- und Smartphone-Markt neue Impulse setzen wollen. Offensichtlich ist damit aber noch nicht das Ende der Releases angebrochen, denn das Unternehmen plant mit XBox TV eine eigene Set-Top Box auf den Markt zu bringen, die an die hauseigenen Medienangebote angeschlossen ist und zusätzlich auch für die Darstellung von TV Inhalten geeignet sein soll. Das berichtet das Portal „The Verge“ (hier) unter Berufung auf Microsoft-nahe Quellen. Das Gerät soll bereits 2013 neben der der Spielkonsole XBox vorgestellt werden und eine abgespeckte Version dieser darstellen.

Kleine Spiele sind auf dem Gerät ebenfalls möglich

Die Box soll Microsoft noch größeren Raum im Wohnzimmer geben. Daran angeschlossen sind XBox Music sowie das hauseigenen Video-on-Demand Angebot. Die Box soll auf Basis des Betriebssystems Windows 8 laufen, womit Programmierer auch eigene Anwendungen für die Box zur Verfügung stellen können. Die Hardware wird als „Always On“ konzipiert sein. Das heißt sie soll schnell einsatzbereit sein. Neben den Video- und TV Angeboten soll es über das Gerät auch möglich sein, kleinere Spiele zu spielen. Die sind zwar nicht auf dem Standard der normalen XBox Spiele, sollen aber durchaus für Zwischendurch gut geeignet sein. Microsoft selbst hat sich schon dazu geäußert, XBox auch in Zukunft nicht mehr nur als reines Spielangebot betreiben zu wollen. Man habe bereits einige Partnerschaften mit Content-Anbietern, die ein breites Angebot ermöglichen.

XBox System soll auf mehrere Geräte skalierbar werden

Damit die Umsetzung des Systems auf weitere Plattformen klappt hat Microsoft das XBox System so skalierbar wie möglich gemacht. Das bedeutet, dass eine große Anzahl von Geräten mit dieser Plattform betrieben werden kann. Microsoft reiht sich mit seinem Vorstoß  in die Set-Top-Box Angebote von Apple und Google mit ein. Beide Hersteller haben bisher eher einen mäßigen Erfolg was deren TV Plattform betrifft. Vielleicht kann Microsoft mit seinem System hier den entscheidenden Unterschied machen.

Youtube-App: Jasmine holt alle Videos der Plattform auf iPhone und iPad

Jasmine ist ein alternativer Youtube-Client für iPhone und iPad.
Mit Jasmine können Youtube-Videos bequem über iPhone und iPad gesehen werden. – Foto: AppStore
Mit dem neuen mobilen Betriebssystem iOS 6 hat Apple die offizielle Youtube-App von iPhone und iPad verbannt. Stattdessen sollen Kunden lieber auf die kaufbaren Titel im iTunes Store zurückgreifen wenn es um den Videogenuss auf den mobilen Endgeräten geht. Kurze Zeit vor der Veröffentlichung der neuen Version des Betriebssystems hat Google eine eigene Youtube-App für iOS 6 auf den Markt gebracht. Diese ist allerdings nicht in Deutschland verfügbar und kann auch nur auf dem iPhone genutzt werden. Jasmine als alternativer Youtube-Client für iPhone und iPad bringt die beliebte Videoplattform mit fast allen Möglichkeiten jedoch auch unter iOS 6 auf die Apple Smartphones und Tablets.

Videos suchen, abspielen und favorisieren

Die App kommt in einem schicken Design auf den Markt und bietet fast alle Features der Internetseite an. So können Videos gesucht, abgespielt, favorisiert, in Playlists eingefügt oder auch über soziale Netzwerke geteilt werden. Die Bedienung ist sehr intuitiv und steht der originalen Youtube-App im Punkt Komfort in Nichts nach. Hinzu kommen einige nette Gimmicks, mit denen der Videogenuss auf Smartphone und Tablet noch erheblich optimiert wird. So ist zum Beispiel ein Kinomodus mit an Bord, der bei Bedarf die Bedienoberfläche abdunkelt um das Video in den Mittelpunkt zu stellen. Außerdem lässt sich auf Wunsch auch die Helligkeit des Displays je nach Funktion ausrichten.

Abspielen im Hintergrund ist ebenfalls möglich

Wer mit der App nicht unbedingt ein Video sehen, sondern vielmehr Musik hören möchte, der ist mit der App ebenfalls gut bedient. Die App lässt sich minimieren. Gleichzeitig läuft das Video im Hintergrund weiter, sodass bequem der eigene Lieblingssong oder ein Album als Playlist gehört werden kann. Natürlich können auch Interaktionen wie Kommentare oder Bewertungen der Videos vorgenommen werden. Unterstützt wird auch die AirPlay Funktion, mit der die Videos auch an andere Geräte wie Apple TV gestreamt werden können. Die App ist für iPhone und iPad kostenlos im AppStore erhältlich.

Olympia im IPTV: Smart TV Besitzer und Entertainkunden im Vorteil

ARD und ZDF setzen bei Olympia 2012 auf IPTV
Quelle: ARD
Schon immer waren die olympischen Spiele ein Großereignis, sodass auch die öffentlich rechtlichen Fernsehprogramme ein großes Medienangebot auffuhren. Während in den vergangenen Jahren immer die Digitalkanäle von ARD und ZDF für die Übertragung von olympischen Disziplinen genutzt wurden setzen die öffentlich rechtlichen Programme in diesem Jahr voll auf IPTV und bieten per Smart TV sechs zusätzliche Kanäle an. Auch die Deutsche Telekom bietet über Entertain mit „Sport interaktiv“ ein neues Angebot für IPTV Kunden an, die kompakte Informationen rund um die Olympiade in London konsumieren wollen.

Zusätzliche Sportkanäle sind auch über Smartphones empfangbar

Auf die zusätzlichen Olympiakanäle kann via Hbb-TV oder per Livestream über verschiedene Endgeräte zugegriffen werden. Die Livestreams werden allerdings nicht in HD, sondern nur in SD Qualität angeboten. Immerhin zwei Drittel aller Streams sollen von Reportern von ARD und ZDF kommentiert werden.

Voraussetzung für die Nutzung der Olympiakanäle ist der Besitz eines Smart TV Gerätes. Alternativ gibt es seitens der öffentlich rechtlichen Programme jedoch auch eine App für die VideoWeb TV Box, sodass auch Nicht Smart TV Nutzer in den Genuss der Olympiaübertragungen kommen.

60 Stunden Sport täglich versprechen ARD und ZDF über die genannten Ausspielwege. Die Streams von ARD und ZDF erlauben auch das Time Shifting, sodass Die Deutsche Telekom konzentriert sich bei seinem zusätzlichen Angebot „Sport interaktiv“ eher auf die Berichterstattung per Text und in Übersichten.

Hintergrundinformationen zu Sportlern und Ereignissen in Videos

Im Rahmen des IPTV Angebotes Entertain wird mit „Sport interaktiv“ ein Informationsangebot zur Verfügung gestellt, dass auch die Sportler näher in den Vordergrund rückt. In zahlreichen Videos und Texten sollen die Athleten vorgestellt werden. Zusätzlich gibt es einen Medallienspiegel und einen Wettkampfplan. Sport zum Hören gibt es im Internet natürlich auch. Das Portal Podcast.de hat in einem Olympia Special sinnvolle Podcasts zusammengestellt, mit denen im Nachhinein auch die Ergebnisse der einzelnen Wettbewerbe sowie Interviews mit Sportlern und Analysen abgerufen werden können.

Ereilt das Fernsehen das gleiche Schicksal wie die Zeitung?

Nielsen Studie bescheinigt Rückgang der Fernsehzuschauer
Quelle: Nielsen
Durch das Internet verändert sich die Medienszene immer weiter. Leidtragendes Medium war zunächst die Zeitung, bei der sich ein großer Einbruch im Bezug auf die Verkaufszahlen und in Folge dessen der Umsätze durch die neue Konkurrenz (aus dem) Internet bemerkbar machte. Auch die Werbebranche bemerkte die Veränderungen sodass immer weniger Geld in den USA in die Werbung in Zeitungen und mehr in Internetinhalte investiert wird. Die Frage, die sich jetzt den Unternehmen aus der Fernsehbranche stellt: Droht dem Fernsehen das gleiche Schicksal?

Nutzer schauen Video on Demand statt Live TV

Die Anzahl an Alternativen zum normalen Livefernsehen per Kabel, Satellit oder DVB-T sind mittlerweile sehr groß. Durch den Internetzugang über Smart TVs, die von sämtlichen Gerätehersteller angeboten werden, lassen sich Videoangebote wie Youtube, Maxdome und andere Video on Demand Dienste leicht auf Fernsehgeräten darstellen. Die Folge: Nutzer können Sendungen, Videoclips und auch Informationssendungen wie Nachrichten auf Abruf konsumieren. Durch den Abruf von Sendungen über Mediatheken, digitale Videorecorder und Bezahldienste wie etwa iTunes (Infos hier) konsumieren immer weniger Zuschauer Fernsehwerbung. Das spiegelt sich auch in den Zahlen einer Nielsen Studie wieder, die einen Rückgang des TV-Konsums von 90 Prozent auf 83 Prozent aller Nutzer bescheinigt. Gleichzeitig stieg der Prozentsatz der Nutzer, die Videoangebote im Internet nutzen auf 84 Prozent. Damit ist der Video on Demand (kurz: Vod) Konsum über das Internet erstmals höher als der Live TV Konsum. Eine Folge wird in absehbarer Zeit das Einbrechen der Werbeumsätze im klassischen Fernsehmarkt sein.

„Ereilt das Fernsehen das gleiche Schicksal wie die Zeitung?“ weiterlesen

Bitlove: Podcasts via Peer2Peer Verfahren verteilen

Bitlove Screenshot Podcasts verursachen für den Podcaster oftmals Hostingkosten, die je nach Beliebtheit des Podcasts auch mal etwas höher ausfallen können. Zwar gibt es Podcasthoster mit Trafficflatrate, jedoch lässt sich die Reichweite des Podcasts mit Hilfe des neuen Portals Bitlove auch kostenlos erheblich erweitern. Dabei kommt das BitTorrent Protokoll zum Einsatz, welches schon seit längerer Zeit im Internet zum Anbieten von größeren Downloads genutzt wird.

Anmeldung nicht mehr nur per Mail

Das Prinzip von Bitlove ist einfach: Ein Feed wird an Bitlove übermittelt. Daraus generiert die Seite einen neuen Podcastfeed und wandelt alle Podcastdateien in einen Torrent um. In die Seite integriert ist ein Podcastverzeichnis in dem bereits sämtliche auf Bitlove verfügbaren Podcasts gelistet sind. Die jeweiligen Podcasts werden mit der Anzahl der Seeders, Leechers und Downloads angezeigt. Auch ein Flattr Button ist auf der Seite integrierbar, mit dem einem Podcaster etwas Geld übermittelt werden kann. Das Prinzip von Bitlove funktioniert sowohl mit Audio- als auch Videopodcasts. Eine Anmeldung ist derzeit allerdings nur per E-Mail möglich. Im weiteren Verlauf ist jedoch auch geplant, dass sich Nutzer selbstständig auf der Seite anmelden Die Anmeldung steht jetzt offen (s. Kommentar von Astro) und ein umfangreiches Webinterface mit Statistiken nutzen können.

Peer2Peer kein vollwertiger Ersatz zum Podcasthoster

Der Download der Dateien von Bitlove funktioniert mit jedem gängigen Torrentclient. Ein Nachteil, der sich aus der Nutzung von Peer2Peer Diensten ergibt ist die fehlende Unterstützung von Podcastclients und -portalen. Der einzige unterstützte Client ist zur Zeit Prittorrent, welcher das Abonnieren von BitTorrent Feeds ermöglicht. Damit richtet sich Bitlove vor allem an versierte Computernutzer. Vor allem für Videopodcasts dürfte der Dienst allerdings im Bezug auf die Traffickosten lohnend sein. Eine Alternative zum P2P-Hosting ist der Dienst podcaster.de (www.podcaster.de), der gegen eine Gebühr Speicherplatz mit einer Trafficflatrate anbietet. Bitlove dürfte sich vor allem dann durchsetzen, wenn es einfach bedienbare Software nicht nur für den PC, sondern auch mobile Endgeräte gibt.