Internet – Risiko für die Inhalte- und Geräteanbieter

Die F.A.Z hat einen längeren Artikel zur Zukunft des Fernsehens erstellt. Der Autor Thiemo Heeg nimmt insbesondere auf eine Verbraucherstudie von Goetzpartners Bezug.

Das eröffnet neue Risiken für die Inhalte- und Geräteanbieter.

In den USA würde man etwas über die Chancen oder zumindest Herausforderungen lesen, in Deutschland sind die vielen, neuen Möglichkeiten, die uns die Übertragung von Bewegtbild über das Internet ermöglichen, gleich wieder Risiken.

Und IPTV ist viel mehr als die im Netz übertragenen Live-Programme von TV-Sendern: Unter den Begriff fallen geschlossene Netzwerke (Entertain/Deutsche Telekom oder Vodafone TV) genauso wie die Anbieter nutzergenerierter Videoinhalte, kurz UGVC (Youtube oder Vimeo); dazu zählen Online-Videotheken wie iTunes oder Maxdome ebenso wie Web-TV- und Mobile-TV-Anbieter.

Das werden die Jungs vom Webvideopreis nicht gerne lesen, wo sie doch so bemüht sind, IPTV von Web-Video zu differenzieren.

In Deutschland zählte die Deutsche Telekom 1,3 Millionen angeschlossene Entertain-Kunden. … Youtube knackte im Mai erstmals die Marke von 3 Milliarden Videoaufrufen an einem Tag.

Da zeigt sich auch schon, wer am Ende das Rennen machen wird. Nicht etwa die etablierten Netzanbieter, sondern (halbwegs) offene Plattformen.

90 IPTV-Betreiber in 2009

Bei inside-digital wird eine Studie zitiert, die besagt, dass die Zahl der TV-Sender in Europa trotz Krise steigt. Die Veränderungen werden für DVB-T, Kabel-TV, IPTV, Sat-TV, IPTV und DVH-H einzeln aufgeführt.

Über IPTV wird dabei Folgendes geschrieben:

Bemerkenswert ist die steigende Anzahl IPTV-Betreiber, von 68 Ende 2008 auf 90 Ende 2009. Dies ist Ausdruck des zunehmenden Wettbewerbs in diesem Bereich in verschiedenen Ländern. So gibt es bereits in 13 Ländern vier oder mehr konkurrierende Betreiber.

Quelle: inside-digital.de

Wissenschaftliche Studie zur webTV-Nutzung

Der Weg des Fernsehens ins Internet wird bereits seit einigen Jahren beschritten, scheint aber noch lange nicht beendet. Die Öffentlich-Rechtlichen starteten mit ihren Mediatheken und die Privaten folgen mit RTLnow, prosieben.tv und ähnlichem seit einigen Monaten mit immer umfangreicheren Angeboten. Dennoch fehlen noch viele Inhalte, zum Beispiel wegen fehlender Lizenzen an Bildern und Musik.

Während die kommerziellen Anbieter noch stark mit den vielfältigen Möglichkeiten der Vermarktung experimentieren, erfreuen sich kino.to und andere halblegale Plattformen großer Beliebtheit. Diese Plattformen verweisen hauptsächlich zu Streaming-Videos diverser TV-Sendungen und Filme auf ausländischen Servern, die die offiziellen Anbieter noch vermissen lassen. Die Thematik bietet viel Diskussionsbedarf und das Potential, dass die Verbreitungsform der Video-Streams mit sich bringt, steht im Fokus des Interesses vieler Fernsehmacher.

Eine studentische Abschlussarbeit am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover beschäftigt sich nun mit einer weiteren, wichtigen Perspektive: Untersucht wird, wie die Nutzer der Video-Plattformen mit diesen umgehen und welche Konsequenzen dies aus werbewirtschaftlicher Sicht haben kann. Nehmen Sie bitte deshalb an der kurzen Befragung teil. Auch nur gelegentliche Nutzer sind hier aufgerufen, Angaben zu ihrem Nutzungsverhalten machen, wobei es ausschließlich um vollständig angeschaute Fernsehsendungen, Serien-Episoden oder Filme geht. Mit Hilfe der erhobenen Daten soll außerdem eine Aussage über die Aufmerksamkeit getroffen werden, mit der sich der Zuschauer den Sendungen widmet.

Mit einer Teilnahme an der Befragung unterstützen Sie diese Arbeit und auch eine Verbreitung des Links zu dem Fragebogen ist eine große Hilfe bei dem Projekt.

Internetfernsehen boomt

Fernsehen über das Internet, also IPTV, soll zum Ende des Jahres an die 40-Millionen Zuschauer erreichen.

Das haben die Marktforscher bei Parks Associates ermittelt und schreiben darüber in der Studie „IPTV and the Digital Home“.

Studien belegen Mißerfolge bei IPTV

Nach Studien der Marktforschungsunternehmen Goldmedia und Accenture wird sich IPTV für Telekommunikationsunternehmen in Deutschland die nächsten Jahre nicht rechnen.

Die Financial Times Deutschland spricht sogar von einem Flop.

Dabei wäre es so einfach, die relevante Zielgruppe von den Produkten zu überzeugen. Wie ich in einem Kommentar zu dem Artikel gelesen haben, kann ich nur bestätigen, dass über IPTV amerikanische Serien zeitnah und unsynchronisiert gezeigt werden müßten. Meine Generation (und jünger) würde scharenweise IPTV-Pakete buchen.