Loewe setzt auf individuelle Fernsehgeräte

Loewe präsentiert mit der Reference ID ein Fernsehgerät, das indivialisiert werden kann.
Loewe erlaubt die Individualisierung von Fernsehgeräten bis hin zum Einzelstück. Gegen Ende des Jahres wird eine Reference ID veröffentlicht, die vom Kunden angepasst werden kann. – Bild: Loewe

Auf der diesjährigen Internationalen Funkausstellung geben sich die großen Fernsehhersteller wieder die Klinke in die Hand und präsentieren die neusten technischen Errungenschaften. Immer mehr wird bei Fernsehgeräten aber nicht nur viel Wert auf die technischen Fähigkeiten, sondern auch auf das Aussehen gelegt. Der deutsche Hersteller Loewe hat jetzt Geräte präsentiert, die in der Grundversion mit einem sehr minimalistischen Design daher kommen, aber dafür bis zum Einzelstück individualisiert werden können. Loewe bleibt dabei seinem Motto hochwertiger Geräte in schickem Design wie diesem hier treu. Interessant wird das Pricing für die neuen Fernseher.

Hochwertige Fernsehgeräte nach den eigenen Wünschen

Das Gerät gibt es in einer Reference ID, die nach den Wünschen des Kunden gestaltet werden kann. Das Grundmodell ist mit einem verchromten Aluminiumrahmen ausgestattet. Außerdem hat das Gerät eine schwarze Lautsprecherbespannung sowie eine schwarze Rückseite. Die Individualisierung kann gemäß verschiedener Designvorschläge oder komplett nach den eigenen Wünschen vorgenommen werden. Auf der Funkausstellung präsentiert Loewe in Zusammenarbeit mit dem Klavierhersteller Fazioli einige Einzelstücke. Daran wird deutlich, wie stark die Fernsehgeräte den eigenen Vorstellungen angepasst werden können. Zu den Individualisierungsmöglichkeiten gehört zum Beispiel die Möglichkeit, eine zusätzliche LED Hintergrundbeleuchtung verbauen zu lassen oder die Farbe der Lautsprecherbespannung zu ändern. Auch der Aluminiumrahmen kann vom Aussehen her verändert werden.

Reference ID von Loewe zeigt eindrucksvollste Fernsehtechnologie

Das Grundmodell präsentiert neben der Individualisierbarkeit auch technisch hochwertige Ausstattung. So ist die Full-HD-LCD-Technologie mit einer LED Hintergrundbeleuchtung in dem Gerät verbaut. Die Bildwiederholrate soll der des 400 Hz Standards entsprechen und so eine hohe Bildschärfe auch bei 3D Inhalten ermöglichen. Damit alle gängigen Standards unterstützt werden, ist ein sogenannte Triple Tuner in dem Gerät verbaut, der alle gängigen Fernsehstandards verarbeitet. Auch ein CI Slot für den Empfang von Pay TV Inhalten ist enthalten. Auch Aufzeichnungen des laufenden Programmes in 2- und 3D sind durch die integrierte 1 Terrabyte Festplatte möglich. Per LAN, WLAN und Powerline können die Aufnahmen dann an weitere Loewe Geräte weitergeleitet werden. Eine Unterstützung für HBB-TV ist ebenfalls enthalten. Damit Cineasten voll auf ihre Kosten kommen sind ein Mehrkanaldekoder sowie ein AV-Vorverstärker verbaut. Immerhin 160 Watt Leistung sollen die Boxen bringen. Die Reference ID soll Ende des Jahres in den Größen 40 und 46 Zoll verfügbar sein. Eine weitere Variante mit 55 Zoll ist ab Frühjahr 2013 verfügbar.

Macht die Reference ID aus ihrer Sicht Sinn? Kann sich Loewe so von der Konkurrenz genug differenzieren? Uns interessiert ihre Meinung!

Apple plant Verbindung zwischen Live- und On Demand Fernsehen

Die aktuelle Version von Apple TV.
Apple will mit einer eigenen Set-Top-Box in den Bereich des Kabelfernsehens einsteigen. – Bild: Apple

Über einen Fernseher von Apple wird schon seit längerer Zeit gesprochen. Bisher gibt es wenig Konkretes zu einem solchen Produkt. Apple feilt aber weiter daran im Fernsehbereich Fuß zu fassen. Derzeit sollen, so berichtet das Wall Street Journal, mit verschiedenen Kabelnetzwerken Verhandlungen laufen, die es Apple ermöglichen, eine Set-Top-Box zu Veröffentlichen, mit der Kabelfernsehen gesehen werden kann. Das Unternehmen plant dabei auch eine Videorecorderfunktion zu integrieren.

Oberfläche soll ähnlich der des iPad sein

Das Interessante an dem Videorecorder ist, dass er in der Cloud aufgenommene Sendungen speichern soll. Per Oberfläche auf dem Fernsehschirm soll eine Sendung zum Aufzeichnen ausgewählt werden. Der Dienst speichert die Sendung dann auf den Servern von Apple und ermöglicht unmittelbar nach Ende des Programms den Abruf über verschiedene Endgeräte. Dabei will Apple die Oberfläche von Apple TV, welches anscheinend in einer veränderten Version als Set-Top-Box erscheinen soll, komplett verändern. Das Gerät soll eine ähnliche Oberfläche wie das iPad bekommen. Zusätzlich soll noch Platz für Social Media Inhalte geschaffen werden. Ein Problem machen im Moment aber noch die Anbieter des Kabelfernsehens in den USA.

Rechtesituation im Bezug auf digitalen Videorecorder noch ungeklärt

Time Warner und Comcast müssen noch mit den Rechteinhabern der Inhalte verhandeln, inwieweit eine Speicherung der iCloud möglich ist. Sollten die Verhanldungen erfolgreich sein, so könnte die Apple Set-Top-Box sogar sehr günstig angeboten werden. Aufgrund einer Subventionierung wäre ein Preis zwischen 10 und 15 Dollarn denkbar. Schon seit längerem plant Apple den Einstieg in den Fernsehbereich. Bisherige Vorstellungen des Unternehmens sind unter Anderem an der Lizensierung gescheitert. Apple wollte, so berichten diverse Kabelnetzwerke, für die Inhalte der Sender zu wenig zahlen. Zudem wollten die Kabelanbieter sich die Lizensierungsbedingungen nicht von dem Computerkonzern diktieren lassen. Mit dem neuen Anlauf könnte Apple durchaus Erfolg haben, denn immerhin gibt es in den USA schon ähnliche Anbieter wie das weiterverbreitete Tivo, die eine Videorecorderfunktion in die eigenen Geräte mit integriert haben.

VideoWeb bietet IPTV für jedes TV Gerät mit HDMI Anschluss

VideoWeb TV Box
Quelle: presse.videoweb.de
Speziell ältere Fernsehgeräte haben zwar oft eine Vielzahl an Anschlüssen, an einer eigenen Smart TV Oberfläche fehlt es jedoch. Der Hersteller VideoWeb versucht mit seiner VideoWeb TV Box zumindest für Fernsehgeräte mit HDMI Anschluss eine Brücke zu schlagen, sodass Fans von Mediatheken, Videoplattformen und anderen Internetdiensten auf ihre Kosten kommen. Über die erste Version der Box berichteten wir vor einiger Zeit.

Verbindung über WLAN oder Netzwerkkabel

Zur Verbindung mit dem Fernsehgerät kommt ein HDMI 1.4 Kabel zum Einsatz. Zusätzlich muss das Gerät natürlich per WLAN oder auch Netzwerkkabel mit dem Internet verbunden werden. Einmal verbunden ist HBB TV über den „Red Button“ möglich. Außerdem können die Mediatheken unter anderem von der ARD, dem ZDF, Sat.1, Pro Sieben und weiteren Sendern genutzt werden. Zudem kann auch Musikfernsehen über die Dienste putpat.tv und Yavido gesehen werden. Nutzer ohne Kabel-, Satelliten- oder Antennenfernsehen haben mit Zattoo den Zugriff auf alle öffentlich-rechtlichen wie auch einzelne private Live Fernsehprogramme. Auch Radio über das Internet sowie personalisierte Internetradios können über die VideoWeb TV Box konsumiert werden. Alle unterstützten Angebote sind über die Internetseite des Herstellers einsehbar.

Inhalte vom Smartphone auf dem Fernseher ansehbar

Über den Browser sind zudem Inhalte ohne Bewegtbild abrufbar. So können mit dem VideoWeb problemlos die aktuellen Nachrichten gelesen werden. Mit Hilfe der integrierten Anwendungen iPhone und Android Viewer sind auch Fotos, Musik und Filme vom eigenen Smartphone auf dem Fernseher darstellbar. Über USB können Speichersticks oder Festplatten zur Wiedergabe angeschlossen werden. Um die ganzen Angebote zu ermöglichen, unterstützt die VideoWeb TV Box eine ganze Reihe von Formaten. Im Videobereich bringt das Gerät die Unterstützung für MP4, MKV, XviD, DIVX, MOV, AVI, H.264, MPEG2/4 und WMV mit. Damit lassen sich die meisten Internetinhalte auf dem Fernseher sichtbar machen. An Anschlüssen besitzt das Gerät zwei USB 2.0 Ports, einen optischen Ausgang und einen Ethernet-Port. Über den HDMI Ausgang lassen sich die Inhalte, sofern durch das Fernsehgerät unterstützt, in Full HD Auflösung darstellen. Das Gerät ist für 149 Euro in zahlreichen Onlineshops sowie direkt auf der Internetseite des Herstellers verfügbar.

Bewegte Bilder auf dem iPad

Der US-amerikanische Konzern Apple aus dem sonnigen Cupertino in Kalifornien ist spätestens seit der Einführung des iPods in aller Munde. Mit dem iPhone hat man 2007 eines der bekanntesten Smartphones überhaupt veröffentlicht, das auch heute noch glänzende Verkaufszahlen vorweisen kann. Was sollte jedoch nach dem iPhone noch kommen? Die Antworte enthüllte Firmenboss Steve Jobs zu Beginn des Jahres: das iPad.

Notebook plus iPod gleich iPad?

Das schlanke Gerät soll die laut Apple überflüssigen Netbooks ersetzen. Ob dies auch so eintreffen wird, ist fraglich, denn bisher besticht der Flachmann vor allem durch seine Fähigkeiten im Unterhaltungssegment. So kann man beispielsweise auf dem Sofa liegen und dabei Filme und Serien schauen, die man sich per Streaming direkt als Internetvideo herunterlädt – W-LAN-fähig ist das Gerät nämlich glücklicherweise auch in seinen preiswertesten Ausführungen. Woher man die Downloads der neuesten Serien dabei bezieht, ist angesichts des Herstellers des iPads relativ offensichtlich, denn natürlich möchte man den Kunden auch mit diesem Gerät möglichst an den hauseigenen iTunes Store binden. Dort kann per Internet-TV alles heruntergeladen werden, was die Leitung – und die Geldbörse, bei kostenpflichtigen Titeln – hergibt.

YouTube auf dem iPad

Doch wie sieht es mit der Webseite aus, die die meisten Nutzer noch am ehesten mit Streaming assoziieren? Die Rede ist natürlich von YouTube, der weltgrößten Internetvideo-Plattform. Dort gab es insbesondere in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Reibereien zwischen Apple und Adobe. Letzteres Unternehmen verdient sein Geld unter anderem mit der Entwicklung und Verbreitung von Flash, einem Plug-in für den Internet Browser, das es relativ einfach macht, Video und Animation auf einer Webseite darzustellen. Besonders im Bereich der Internetvideos und des Empfangs von Internet-TV ist Flash derzeit kaum wegzudenken. Daher ist es umso brisanter, dass das iPad gar kein Flash anbietet, und auch in Zukunft höchstwahrscheinlich nicht anbieten wird.

iPad und HTML5

In Cupertino will man für die Downloads von Serien und Filmen stattdessen auf das noch in den Kinderschuhen steckende HTML5 setzen, welches die Einbindung Flash-ähnlicher Animationen auch ohne Plug-in erlaubt. Ob ein Video dann wirklich genauso flüssig ablaufen wird, wie man es bisher gewohnt ist, dürfte zumindest im Augenblick noch fraglich erscheinen. In Zukunft sollte es jedoch theoretisch kein Problem sein, HTML5 flächendeckend als offene Alternative zu Flash einzusetzen – was letzten Endes auch im Interesse des Unternehmens mit dem angebissen Apfel liegen dürfte, denn gerade dort wird in letzter Zeit versucht, HTML5 zu promoten. Für den Anwender kann dies nur gute Folgen haben, denn ein offener Standard auf YouTube und Konsorten, um Internetvideos und Filme ansehen zu können, ist nur wünschenswert.