Archiv für die ‘Bezahlfernsehen’ Kategorie

Bezahlsender Sky setzt in Zukunft verstärkt auf IPTV

2 August 2012

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Sky will Sky go demnächst als eigenständiges Angebot anbieten.

Jahrelang dümpelte der deutsche Ableger von Sky vor sich hin. Ständig schrieb das Unternehmen rote Zahlen. Ein Erfolgsrezept scheint jetzt gefunden zu sein. Der große Wachstumstreiber ist das mobile IPTV Angebot Sky go, mit dem per Internet auf Geräten wie dem iPhone oder iPad das Programm von Sky gesehen werden kann. Auch Fernsehen auf dem PC oder der XBox 360 ist damit möglich. Der Nachteil: Für die Nutzung muss derzeit noch ein Sky Angebot gebucht werden. Doch das soll sich ändern. Wie die Wirtschaftswoche berichtet plant Sky die Abkopplung des Sky go Angebotes, sodass Nutzer dieses Angebot auch einzeln buchen können.

Drei Millionen Sky-Kunden durch IPTV

Das Angebot Sky go als Treiber des Unternehmens hat unter anderem dafür gesorgt, dass Sky mittlerweile auf eine Kundenbasis von drei Millionen zurückgreifen kann. Mit Sky go könnte das Unternehmen vielen anderen Sendern zuvor kommen, die derzeit lediglich Video on Demand Plattformen und Streams zu bestimmten Events anbieten. Nur die öffentlich rechtlichen Programme bieten derzeit über Zattoo aktiv auf eigenen Wunsch Internetfernsehen an. Andere Sender sind derzeit maximal über die Lösung VirtualSat empfangbar.

Verstärkter Fokus auf Familien

Neben der Bereitstellung eines IPTV Abonnements mit Sky go will das Unternehmen sich demnächst auch mehr den Familien zuwenden. Brian Sullivan der Chef von Sky sagte, dass Sky derzeit fälschlicherweise immer als ein Sportkanal wahrgenommen werde. Jedoch habe das Unternehmen im vierten Quartal 2011 mehr Film- als Sportpakete verkauft. Der Fokus auf Familien bedeute zudem, dass demnächst Angebote platziert werden sollen, die im Preis-/Leistungsverhältnis sehr gut wären. Der Wandel von Sky zeigt, dass offenbar ein großes Kundenpotenzial in den Sparten der Familie und auch des IPTV liegt. Beim Internetfernsehen setzt Sky im Browser auf die Silverlight Technologie von Microsoft. Diverse Portale haben bereits gezeigt, dass Silverlight für viele Lizenzanbieter eine Grundvoraussetzung für die Akzeptanz von Video on Demand Inhalten ist. Die Videoplattform Lovefilm wechselte deswegen in diesem Frühjahr von Flash zu Microsofts Alternative. Nur doof, dass die Benutzer Silverlight nicht schätzen. Habt ihr das Plugin installiert?

Ereilt das Fernsehen das gleiche Schicksal wie die Zeitung?

19 Juni 2012

more people watch video on computers once a day than watch tv once a day 300x247 Ereilt das Fernsehen das gleiche Schicksal wie die Zeitung?

Quelle: Nielsen

Durch das Internet verändert sich die Medienszene immer weiter. Leidtragendes Medium war zunächst die Zeitung, bei der sich ein großer Einbruch im Bezug auf die Verkaufszahlen und in Folge dessen der Umsätze durch die neue Konkurrenz (aus dem) Internet bemerkbar machte. Auch die Werbebranche bemerkte die Veränderungen sodass immer weniger Geld in den USA in die Werbung in Zeitungen und mehr in Internetinhalte investiert wird. Die Frage, die sich jetzt den Unternehmen aus der Fernsehbranche stellt: Droht dem Fernsehen das gleiche Schicksal?

Nutzer schauen Video on Demand statt Live TV

Die Anzahl an Alternativen zum normalen Livefernsehen per Kabel, Satellit oder DVB-T sind mittlerweile sehr groß. Durch den Internetzugang über Smart TVs, die von sämtlichen Gerätehersteller angeboten werden, lassen sich Videoangebote wie Youtube, Maxdome und andere Video on Demand Dienste leicht auf Fernsehgeräten darstellen. Die Folge: Nutzer können Sendungen, Videoclips und auch Informationssendungen wie Nachrichten auf Abruf konsumieren. Durch den Abruf von Sendungen über Mediatheken, digitale Videorecorder und Bezahldienste wie etwa iTunes (Infos hier) konsumieren immer weniger Zuschauer Fernsehwerbung. Das spiegelt sich auch in den Zahlen einer Nielsen Studie wieder, die einen Rückgang des TV-Konsums von 90 Prozent auf 83 Prozent aller Nutzer bescheinigt. Gleichzeitig stieg der Prozentsatz der Nutzer, die Videoangebote im Internet nutzen auf 84 Prozent. Damit ist der Video on Demand (kurz: Vod) Konsum über das Internet erstmals höher als der Live TV Konsum. Eine Folge wird in absehbarer Zeit das Einbrechen der Werbeumsätze im klassischen Fernsehmarkt sein.

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155 Millionen zahlende IPTV Kunden

7 Juli 2011

Wie die Marktforschung ergeben hat, werden im Jahr 2016 vermutlich weltweit 155 Millionen Kunden IPTV kostenpflichtig nutzen. Noch ist Fernsehen über das Internet eher eine Art Nischenprodukt, in Zukunft wird es aber immer weiter verbreitet sein.

Einer der Gründe dafür sind die inzwischen sehr schnellen Internetverbindungen, die in den meisten Regionen verfügbar sind. Sie ermöglichen es, IPTV ebenso komfortabel zu nutzen wie andere Empfangsquellen. Außerdem sind die Gebühren bei dieser Art von Fernsehen teilweise sogar günstiger als bei einem Kabelanschluss.

Auch das immer breiter werdende Angebot an Fernsehsendern im IPTV dürfte laut der Marktforschung ein Grund für dessen Attraktivität sein. Inzwischen ermöglicht die Programmvielfalt ein komfortables Fernsehen im Internet. Zusatzfunktionen wie die Möglichkeit, Sendungen via IPTV aufzuzeichnen und zeitversetzt anzusehen, sorgen ebenfalls für ein hohes Interesse an dieser Technologie.

Pay-TV per IPTV am wachsen

20 Juni 2011

In den USA schlagen die Uhren in vielen Gebieten, insbesondere im Bereich der Medien und Technologien, einen Tick schneller als im gemächlichen Europa. Eine Entwicklung auf die sich auch die europäischen Kabelnetzbetreiber einstellen sollten, ist der zunehmende Erfolg von Bezahlfernsehangeboten über IPTV. Mit der Telekom und Vodafone buhlen bereits jetzt zwei Telekommunikationskonzerne in Deutschland um die Gunst der (IP)TV-Zuschauer.

Einer Studie von Nielsen Media Research entnahm die Los Angeles Times, dass in den USA immer mehr Kunden auf IPTV und Satellit umstellen und dabei das Kabel links liegen lassen.

Wer sich aber noch mehr Sorgen machen sollte, sind die Fernsehanstalten. Denn immer mehr Leute, im Moment v.a. junge Leute, gucken Videoinhalte über das Netz. Web-TV wird dabei nicht von Fernsehsendern gestaltet, sondern findet auf Plattformen wie YouTube oder als Videopodcast statt.

HDTV – Hochauflösendes Fernsehen

5 Januar 2011

HDTV Logo 300x225 HDTV   Hochauflösendes Fernsehen HDTV wird häufig als Fernsehen der Zukunft bezeichnet. Doch was steckt dahinter? Wir schauen uns an, was das hochauflösende Fernsehen bietet. Das “HD” steht dabei für „high-definition“, was sich sowohl auf die Auflösungsspezifikation als auch auf die Medien beziehen kann.

HDTV beschreibt technische Voraussetzungen, keine inhaltlichen Belange. Durch die Spezifikation verbessert sich also das gesendete Bild, aber nicht der Inhalt oder die Formate. Es gibt zwei gängige Bildauflösungen bei HDTV. Diese liegen bei 1280 × 720 Pixel und im Vollformat bei 1920 × 1080 Pixel. Das Seitenverhältnis des Bildes beträgt 16:9. In der ITU-R BT.709 wird HDTV mit 1080 aktiven Zeilen in Zeilensprungmodus oder 720 Zeilen im Vollbildmodus festgelegt. Die Übertragung erfolgt hierzulande hauptsächlich über Satellit, zunehmend kommt aber auch eine Ausstrahlung über DVB-T und IPTV dazu. Bei IPTV ist v.a. die Telekom mit ihrem VDSL-Netz federführend. Dort werden z.Z. die Premiere-HD Kanäle und Bundesliga-Spiele in HD eingespeist. Einige Kabelunternehmen haben ihre Netze bereits aufgerüstet und übertragen ebenfalls HD-Sender.

HDTV-fähige Geräte können Bildschirme, Computer, Spielkonsolen oder Receiver sein. Wer sich für weitere Einzelheiten zu Geräten und den technischen Spezifikationen der HD-Norm im Einzelnen interessiert, sei auf den Artikel High Definition Television bei Wikipedia hingewiesen.