Archiv für Januar 2009

Die große Internetvideo Lüge

28 Januar 2009

Mark Cuban hat in seinem Blog die Problematik vieler, gleichzeitiger Streams über das Internet aufgegriffen. Er kritisiert in seinem Artikel The Great Internet Video Lie, dass die wenigen CDN-Anbieter (CDN = Content Delivey Network) eine Monopolstellung für massenhafte Übertragung von Internetvideos innehaben. Sein Fazit ist, dass es günstiger sein dürfte viele, gleichzeitige Streams über Kabel oder Satellit auszuspielen. Für ihn ist daher Intervideo eine große Lüge.

Ich will Mark Cuban gar nicht widersprechen. Für 500.000 parallele Streams ist das Internet zur Zeit sicherlich nicht ausgelegt, deswegen aber Internetvideo als große Lüge zu betiteln, straft der Realität Lügen. Dort sieht es nämlich so aus, dass eben selten so viele Personen gleichzeitig einen Livestream verfolgen. Vielmehr liegen die Stärken von Internetfernsehen und Web-TV in den On-Demand Möglichkeiten. Dort funktioniert das Internet einwandfrei für massenhafte Verbreitung von Internetvideos. Was Mark auch vergessen hat, ist die Ausstrahlung über P2P-TV, was gerade mit wachsender Anzahl Zuschauer reibungsloser funktioniert.

“PIN – an Instant Information System” – Sieger des Deutsche Telekom Interactive TV Award

25 Januar 2009

105 Bewerbungen aus 13 Ländern. 10 Teilnehmer schafften es in die Zwischenrunde und 3 davon ins Finale. Und nun ist die Entscheidung gefallen! Das “PIN-Projekt” des IPTV-Entwicklerteams Trenfield/Regner wurde vorgestern Mittag in Unterschleißheim zum Sieger des mit insgesamt 1 Mio. Euro dotierten Interactive TV Award der Deutschen Telekom gekürt.

Auf Einladung von Microsoft fanden sich die drei Finalisten des IPTV-Entwicklerwettbewerbs der Deutschen Telekom vorgestern Morgen in Unterschleißheim ein, um der unabhängigen Jury zum letzten Mal ihre Prototypen zum Fernsehen der Zukunft zu präsentieren. Die Wahl viel der Jury alles andere als leicht, doch schlussendlich konnte sich das PIN-Projekt des aus der Schweiz und Österreich stammenden Entwicklerteams Trenfield/Regner gegen die anderen beiden Finalisten (CreamBots und 3frogs) durchsetzen und wurde am Mittag des 21.01.2009 zum Sieger des Deutsche Telekom Interactive TV Awards gekürt.

Mithilfe des Instant Information Systems “PIN” lassen sich nützliche und zum laufenden Fernsehprogramm passende Zusatzinformationen (z. B. Links mit weitergehenden Informationen oder das Rezept des in der aktuell laufenden Kochsendung angefertigten Menüs) abrufen und anhand eines kleinen, unaufdringlichen Popups am Bildschirmrand des Fernsehers einblenden. Die dargestellten Informationen kann der Zuschauer dann mithilfe seiner Fernbedienung bequem per Knopfdruck als URL oder Textbotschaft an seinen PC oder das Handy weiterleiten, um später jederzeit wieder darauf zurückgreifen zu können. Das Instant Information System bietet Information unmittelbar und spontan. Der Film wird nicht unterbrochen, der Zuschauer nicht aus der
Unterhaltung gerissen. Er selbst kann entscheiden, ob er diese Informationen wünscht und kann PIN bei Bedarf jederzeit aktivieren.

Als Gewinner des Deutsche Telekom Interactive TV Awards können sich Trenfield/Regner jetzt über eine Siegprämie von weiteren 200.000 Euro freuen.

Deutsche Telekom Interactive TV Award – Das Finale

19 Januar 2009

Der Tag der Entscheidung naht! Am 21.01.2009 werden die drei Finalisten des mit insgesamt 1 Mio. Euro dotierten IPTV-Entwicklerwettbewerbs der Deutschen Telekom ihre Prototypen im Rahmen des großen Finales zum letzten mal der unabhängigen Jury präsentieren.

Welches Entwicklerteam wird die Jury-Mitglieder mit seinem Prototypen zum interaktiven Fernsehen der Zukunft schlussendlich überzeugen? Welcher der drei Finalisten wird Fernsehgeschichte schreiben und sich als Sieger des Wettbewerbs über weitere 200.000 Euro freuen können?

Die Finalisten

Die Jury

  • Achim Berg (Vorsitzender der Geschäftsführung der Microsoft Deutschland GmbH)
  • Florian Pötzsch (Geschäftsführer Auerbach Verlag und Infodienste GmbH, Zeitschrift „Digital Fernsehen“)
  • Prof. Dr. Thomas Hess (Leiter des Instituts für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien, LMU München)
  • Robert Amlung (Leiter digitale Strategien, ZDF)
  • Christian P. Illek (T-Home Bereichsvorstand Marketing & Schirmherr des Deutsche Telekom Interactive TV Award)

And the Winner is…

Die offizielle Bekanntgabe des Gewinners des Deutsche Telekom Interactive TV Award erfolgt am 22.01.2009 über die Wettbewerbshomepage und das dazugehörige Weblog.

Telekom sucht neuen Produzenten für IPTV-Inhalte der Fussball-Bundesliga

10 Januar 2009

Die für mich interessanteste Neuigkeit, die ich dem Artikel Telekom sucht Partner für Bundesliga-Sender beim Handelsblatt entnehme, ist die Tatsache, dass die Konzerntochter T-Home der Telekom ihr selbstgestecktes Ziel von 500.000 T-Home Kunden zum Ende des Jahres 2008 erreicht.

Das der Profisport in Deutschland vollends kommerzialisiert ist und es nur noch, um den schnöden Mammon geht, wußte ich ja vorher schon. Um beim Thema zu bleiben und dem Grund für diesen Blogbeitrag sind schlappe 25 Millionen Euro. Soviel zahlt die Telekom pro Spielzeit an die DFL für die IPTV-Rechte. Premiere zahlt noch einmal denselben Betrag für die restliche Internetverwertung. Da würde mich interessieren, ob Premiere auch Bewegtbilder in Echtzeit zeigen darf und was dann IPTV im Vertrag definiert ist!

Im Kern geht es aber darum, wer zukünftig die Inhalte produziert, was bislang Premiere getan hat. Das hat zukünftig aber einen Haken:

Bislang produzierte Premiere die Inhalte für das IPTV-Angebot der Telekom. Doch ob Premiere diesmal wieder zum Zug kommt, steht in den Sternen. Denn die Tochter des Medienkonzerns News Corp. ist durch den Erwerb der Web-Rechte nun erstmals auch ein direkter Konkurrent der Telekom im Internet. Auch der Sportsender DSF wurde zu Kooperationsgesprächen mit der Telekom eingeladen. “Das DSF steht T-Home als Kooperationspartner für die Produktion einer Bundesliga-Kanals bereit”, sagte DSF-Geschäftsführer Oliver Reichert dem Handelsblatt.

25 Millionen Euro für Nutzungsrechte für so einen kleinen Zeitraum und ein technisch so unerschlossenes Feld. Fußball ist ein Massenphänomen sein, welches ich niemals begreifen werde.

Internet im Fernseher mit Internetfernsehern

9 Januar 2009

Yahoo und einige TV-Hersteller wie Samsung, Sony oder LG arbeit laut dem Artikel Yahoo will Internetfernseher vorantreiben bei Golem daran, Internet in Form von Widgets ins Fernsehen zu bringen.